Die Geschichte der drei Glocken

Die Tettenser Kirchenglocken mit dem Früheren Küster Theodor GerdesAus den Inschriften geht hervor, dass die große Magdalenenglocke für die Kirche im ostfriesischen Berdum bestimmt war.

Lange haben sich die Berdumer jedoch nicht an ihrem Klang erfreuen können. 1540 fiel Balthasar von Esens ins Jeverland ein und richtete allerhand Verwüstungen an. Unter anderem zerschlugen seine Männer in Tettens Kanzel und Orgel.

 

1541 rüstete Maria von Jever mit Unterstützung der Tettenser zu einem Rachefeldzug, und man fiel ins Harlingerland ein. Bei der Gelegenheit nahmen die Jeveraner eine Glocke von Eggelingen mit und die Tettenser raubten die Magdalenenglocke aus Berdum. Sie hängt bis heute unberührt von allem Weltgeschehen als schönste Glocke in Tettens.


Die Mittlere Glocke wurde 1918 wegen ihres Metallgehaltes für den Krieg eingezogen. Tettens hatte Glück. Gegen Kriegsende fanden Kirchenräte sie auf einem Glockensammelplatz in Hamburg wieder. Im Juni 1919 kehrte sie zurück. 1942 wurde sie wieder für Kriegszwecke beschlagnahmt. Sie kam aber nicht weit. Wegen ihres Altertumwertes wurde sie gegen die letzte Glocke von Waddewarden eingetauscht und tat dort als einzige Glocke zehn Jahre lang ihren Dienst. Nach dem Krieg konnte Waddewarden eine herrenlose Glocke erhalten und wir bekamen sie 1952 zurück.


Auch die dritte Glocke wurde 1942 beschlagnahmt, blieb aber vom Einschmelzen verschont und kam 1947 zurück.

Ihre Herkunft ist einer der mittelalterlichen Flutkatastrophen zu verdanken. 1362 richtete de Marceliusflut starke Verwüstungen im Banter Kirchspiel an (heute Wilhelmshaven). Edo Wiemken der Ältere half, die Kirche zu retten, die nach der Flut knapp an der Abbruchkante stand. In der Antoniflut 1511 wurde viel Land von den Kirchspielen Bant und Bordum in den Jadebusen gerissen. Beide Kirchen mussten beim Deichbau 1529 ausgedeicht werden.

Die heimatlos gewordenen Menschen siedelten sich in Neuende an. Aus ihren Kirchen, die langsam zerfielen, versuchten die Menschen zu retten, was nicht gleich im Schlamm versank. Die größte Hilfe kam vom Häuptling von Knyphausen, der noch beim Kirchengestühl erwähnt wird. Er schickte Knechte mit Pferdegespannen, die wochenlang Steine aus dem Watt gruben und nach Neuende schleiften.

Auch viel Holz und die Glocken konnten noch gerettet werden. Von den Steinen wurde die Kirche Neuende errichtet. Die beiden Glocken von Bordum hängten die Menschen sich in den Turm von Neuende. Die kleine Glocke passt mit ihrem Ton „A“ nicht zum Geläut und wurde 1520 nach Tettens verkauft.

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