Die Glocken im Turm neben der St. Martinskirche

Im Turm befinden sich drei Glocken, deren Größte mit einen Durchmesser von 139 cm und ca. 1.600 kg Gewicht hängt im Westen und wurde 1520 von Glockengießermeister Johann Schonenborch aus Kampen / Westfriesland in den Niederlanden gegossen.

 

Sie wird „Magdalenenglocke“ genannt nach der Inschrift in gotischen Buchstaben (hier in der Übersetzung): Herr Gott, der Du Maria Magdalana viele Sünden vergeben hast, sowie wir es von Lukas – in seinem Evangelium beschrieben – wissen. Sie hat dich in ihrem Leben sehr lieb gehabt. Deine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit allem Fleiß mit ihren Haaren getrocknet. Zu derselben Zeit hast Du ihr alle Sünden vergeben. Dass und das allen geschehe, dazu verhelfe uns der Herr, ein Gott in drei Personen. Herr Pastor zu Berdum hymen?? (evtl. heiliger Mann) und Habbe Tammen, Kirchvogt daselbst. 

Unten auf der Glocke steht noch geschrieben „+herr von donu...ridder leet gheten my (Ridder, der Herr von Dornum ließ mich gießen). Darunter ein Mann der zwei Wappen und eine Erdkugel hält. Diesen Inschriften gegenüber steht: „Magister Yohannes Campisne Facit Anno Domino MCXX = 1520



Die Kinder der Bärengruppe sehen ganz fasziniert auf die Glocken im Turm der St. Martinskirche, im Okt. 2014
Die Kinder der Bärengruppe sehen ganz fasziniert auf die Glocken im Turm der St. Martinskirche, im Okt. 2014

Jede Glocke hat ihre eigene Geschichte

Ein ganz anderes Schicksal war der mittleren Glocke beschert. Wie alt sie genau ist, kann man nicht feststellen. Eine Inschrift besagt, dass sie 1762 gegossen wurde. Sie scheint damit die jüngste Glocke in Tettens zu sein. 1770 zersprang sie und wurde noch im selben Jahr in geweihter Erde neben dem Glockenturm vor Ort neu gegossen.

Sie hat einen Durchmesser von 89 cm und wiegt ca. 450 kg. 

 

Die Inschrift auf dieser Glocke ist lateinisch und kann wie folgt übersetzt werden: „ Als in Jever der Fürst Friedrich August von Anhalt die Zügel der Regierung in Händen hielt, ist zur Ehre des dreimal großen und guten Gottes und auf Wunsch des Herrn geheimen Rates C.G. Nestitz, des Superintendenten H. Meene, der Kirchenräte seiner Durchlaut Herr C.G. Frerichs und H.A. Garlichs und zum Schmuck dieser Kirche auf den Wink Gottes im Jahre 1770 zur Zeit des Drosten F.H. Unger, des Pastoren D. Drost, des Katacheten J. Peters, des Kirchen- und Armenrechnungsführers Abraham Johann Christians, Ulfert Jülfs, Ehnste Lauts und Nanne Eden diese Glocke, die im Jahre 1762 hergestellt ward, aber bald wieder zersprang, neu gegossen durch die Glockengießer Ihnik Onken Heidfeld und seinen Sohn Mannes Fremy Heidfeld. Ich schade niemanden, mit meinem Ruf ermahne ich die Bösen, mit bußfertigem Herzen den Weg des Heils zu suchen“.

Drei Glocken rufen in Tettens zum Gottesdienst

Die dritte und kleinste Glocke ist einer Flutkatastrophe zu verdanken. An dieser Glocke befindet sich keine Inschrift.  Sie wurde 1520 nach Tettens verkauft.

 

Dreimal täglich wurden und werden die Glocken geläutet (8 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr). Dafür waren früher vier Männer erforderlich, zwei Personen für die große Glocke und je eine Person für die kleinen Glocken. 1927 baute man ein elektrisches Läutewerk ein.

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Tel.: 04463 444

 

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Pastorin Anna Bernau

Tel.: 04463 444

anna.bernau(at)kirche-oldenburg.de

 

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Freitags 8.00 - 12.00 Uhr

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E-Mail: christine.conring(at)kirche-oldenburg.de

 kirchenbuero.tettens-middoge(at)kirche-oldenburg.de

 

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