Wie der Glaube an die Wunderkraft der Reliquien der Christianisierung zum Durchbruch verhalf

In der "Geschichte der oldenburgischen evangelische Kirche im Überblick" (Isensee Verlag Oldenburg 2013) berichtet Rolf Schäfer, dass "die Heiligen und ihre Reliquien (...)für den Glauben jener Zeit offenbar deshalb so wichtig (waren), weil es zur Loslösung von der germanischen Götterwelt einer anschaulichen und plausiblen Vorstellung bedurfte, in welchem Verhältnis der christlicche Gott zur Welt steht.

Nach Analogie der kaiserlichen Herrschaft über das Reich übt Gott, zu dessen Rechter Hand Christus sitzt, seine Weltherrrschaft inmitten eines großen Hofstaates aus. Zu diesem Hofstaat gehören von Anfang an die Engel, dann aber aufgrund ihrer Verdienste auch die Heiligen, die, wie Ansgar sagt, im ewigen Leben mit Christus regieren.  Sie wirken besonders dort, wo man ihre hochheiligen Überreste bewahrt und verehrt, aber auch darüber hinaus überall, wo sie voll gläubigen Vertrauens angerufen werden. Denn Gott, der die Quelle aller Wunder ist, belohnt die Verdienste der Heiligen dadurch, dass sie den Gläubigen Hilfe leisten dürfen.

Und diese Hilfe gewähren sie auch dort, wo die alten Götter versagen.  So war es ein Bedürfnis, die Überreste der Heiligen aufzusuchen und andächtig zu betrachen.


Die Macht der Heiligen ragte weit in den profanen Alltag hinein.  ... Weil der Heiligenkult für das ungelehrte Volk unmittelbar verständlich war, wurde er vom hohen Klerus gefördert, um die christliche Frömmigkeit zu vertiefen.

Erzbischof Adaldag von Bremen (937- 988) brachte von seinen Romreisen zahlreiche Reliquien aus neu erschlossenen Katakomben mit, um die schon bestehenden oder neu erbauten Kirchen der Erzdiözese damit auszustatten. Darunter waren die Reliquien des Hl. Cyriacus, welche die östringische Gaukirche in Jever erhielt, oder die Reliquien der beiden Ärzteheiligen Cosmas und Damian, die in der Kirche von Wiarden in einem vergoldeten Schrein über dem Altar verehrt wurden"  (Seite 19 und 20 a.a.O.)

 

zurück zu den Heiligendarstellungen in der St. Martinskirche

Kontakt

Kirchengemeinde Tettens/Middoge

Schmiedestraße 7

26434 Tettens

Tel.: 04463 444

 

Pastorin ab 1. September 2016

Pastorin Anna Bernau

Tel.: 04463 444

anna.bernau(at)kirche-oldenburg.de

 

Kirchenbüro

Freitags 8.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 04463 444

E-Mail: christine.conring(at)kirche-oldenburg.de

 kirchenbuero.tettens-middoge(at)kirche-oldenburg.de

 

Der Gemeindekirchenrat Tettens

Der Gemeindekirchenrat Middoge

Der Gemeindekirchenrat Oldorf

  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken

© 2019 Ev.-luth. Kirchengemeinde Tettens | Schmiedestraße 7 | 26434 Wangerland | Tel.: 04463-444 | E-Mail: kirchenbuero.tettens-middoge@No Spamkirche-oldenburg.de | http://tettens.kirche-oldenburg.de