Der Heilige Thomas von Canterburry

Der südliche Flügel des dreiflügeligen Altars der St. Martinskirche Tettens mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Thomas von CanterburryDer rechte Flügel des dreiflügeligen Altars der St. Martinskirche in Tettens

zeigt uns sechs Szenen aus dem Leben des Heiligen  Thomas. Aus dem Leben des Thomas Becket wissen wir deutlich mehr als aus dem Leben des St. Martin.

 

Im museum.schloss.merseburg@No Spamsaalekreis.de finden sich viele Informationen zum heiligen Thomas.

 

Der spätere Heilige Thomas wurde 1118 in London als Sohn des Kaufmanns Gilbert Becket geboren. Er studierte in Oxford, Paris, Bologna und trat in den Verwaltungsdienst des Erzbischofs von Canterbury ein, der ihn zum Priester weihte.

 

Priesterweihe des Thomas durch den Erzbischof von CanterburryDarauf weist das Bild rechts hin. 1145 ernannte König Heinrich der II. von England Becket zu seinem Lordkanzler und berief ihn 1163 zum Erzbischof von Canterbury.

Der König hoffte, in Becket einen verlässlichen Vertreter der eigenen königlichen Interessen zu haben, als es um die Selbständigkeit kirchlicher Institutionen oder deren Unterordnung unter die Befugnisse des Königs ging. Aber Thomas Becket widersprach seinem König energisch und unbeugsam. Vor der drohenden Verhaftung floh er nach Frankreich. Doch auch aus dem sechs Jahre währenden Exil führte er den Streit weiter.

 

Der Bischof Thomas folgt einer Sitte seiner Zeit und wäscht zwölf Bürgern als Zeichen der Demut die Füße.Das linke Bild zeigt Becket, wie er als Bischof der Sitte seiner Zeit folgend, zwölf Armen alljährlich die Füße wusch. Diese Szene ist aber wohl kaum typisch für seine Wesensart, macht aber deutlich, wie er dargestellt bzw. gesehen werden soll.

 

Er selbst wird dagegen als beredt, energisch, ja ehrgeizig und ein wenig den Prunk liebend geschildert. Das er Mut besaß, bewies er nicht zuletzt durch seine Rückkehr nach England. Becket besuchte Papst Alexander III., der sich damals auf vorübergehenden Rückzug vor Kaiser Friedrich Barbarossa gleichfalls in Frankreich aufhielt.

 

Becket bekommt den päpstlichen Segen zugesprochenDas Bild hier rechts zeigt, wie Bischof Becket den päpstlichen Segen zugesprochen bekommt. Als der Papst mit König Heinrich II. im Jahre 1170 ein Übereinkommen schloss, kehrte Thomas Becket nach Canterbury zurück. Der Empfang in der Heimat fiel alles andere als herzlich aus.

Weil er sich mit dem Lordkanzler überworfebn hatte, verspotten die Menschen den Bischof und schneiden seinem Pferd den Schweif ab - ein Zeichen verächtlicher Ablehnung

Das Bild zeigt zwei vornehme Bürger mit dem  Ausdruck verächtlicher Ablehnung, während ein dritter dem Pferde Beckets als Hohn den Schwanz abschneidet. König Heinrich II. hatte im Kreise seiner Gefolgsleute aus seinem Ärger über den ehemaligen Lordkanzler keinen Hehl gemacht.

 

Im Jahre 1170 erschlagen normannische ritter den Bischof während dieser eine Messe liest.Auf dem 5. Bild sehen wir, wie vier normannische Ritter den Erzbischof erschlagen, während er in seiner Kathedrale die Messe las. Dies geschah am 29. Dezember 1170.

Auch ohne Radio und Fernsehen sprach sich die abscheuliche Tat in Windeseile in ganz Europa herum und man verurteilte sie überall.

 

Das 6. und letzte Bild  wurde bisher so interpretiert, dass Heinrich II. Buße tut. Da der Papst nach der Ermordung Beckets über Heinrich II. einen Bann verhängte, musste er am Grab 1174  Buße tun und sich dort geißeln lassen.

Ludwig der II unternimmt nach dessen Heiligsprechung eine Pilgerfahrt zum Grabe Beckets um für die Gesundheit des Thronnachfolgers zu beten. 

Entsprechend der Veröffentlichung von  Herbert R. Marwede, Hamburg (Vorreformatorische Ältare in Ost-Friesland 2006) handelt es sich hier um Ludwig II von Frankreich (1137-1180), der nach der Heiligsprechung Beckets eine Pilgerfahrt an dessen Grab unternahm, um für die Gesundheit seines Thronfolgers zu beten.

 

Thomas Beckets Ermordung blieb nicht ohne Folgen für das  Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Die Forderung nach  Unabhängigkeit der Kirche wurde dem toten Bischof weitgehend erfüllt, während der lebende vergeblich dafür eingetreten war.

Thomas Becket wurde 1173 heilig gesprochen.  

 

zu den aktuellen Orten und Veranstaltungen oder auf den Friedhof oder in die Pastorei

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