Der "lange Garmser Boden" erinnert an die Landgewinnung durch Neueindeichung

"Die Zahl der Gemeindemitglieder der St. Martins-Kirche in Tettens wuchs kräftig an, als die Eindeichung des Sophiengrodens beendet war und sich in dem so erschlossenen Gebiet neue Bewohner ansiedelten. Nachdem schon 1505 erste Bänke eingebaut worden waren, wurde 1528 an der Nordwand eine Empore mit drei Sitzreichen errichtet.

Das westliche Ende der Nordempore ist seltsamerweise nicht bemalt. Nur ein paar Worte erinnern an den Grund der Errichtung der Empore: Dieser lange Garmser Boden ist Anno Domini 1693 erbaut

1675 folgte der "Garmser Boden" für die Bewohner von Garms.

 

Die Tettenser Empore an der Nordwand wurde 1966 von drei auf zwei Sitzreihen verkürzt und ragt jetzt weniger weit in den Raum hinein. Die Brüstung ist geschmückt mit sorgfältig ausgemalten Darstellungen von den zwölf Aposteln und dem Salvator Mundi (Christus als Retter der Welt) unter denen jeweils eine Zeile des Glaubensbekenntnisses steht. Daran anschließend findet man sieben personifizierte Tugenden über erbaulichen Sprüchen.

 

Den Ostteil der Empore nannte man früher „Knyphauser Bänke“, so genannt, weil der Graf von Knyphausen diese Bänke für seine Siedler aus dem Groden bauen ließ. Die Knyphausener unterstützten finanziell die Eindeichung des Garmser Groden, dafür durften sie ihn 10 Jahre benutzen. Über der Empore hängt  das Aldenburger Wappen.

Aldenburger Wappen von 1667 aus der Kirche in Tettens

Das hat folgende Bewandtnis: 1667, nach dem Tode des oldenburgischen Grafen Anton Günther, bekam sein illegitimer Sohn, (aus der Verbindung mit Elisabeth von Ungnad) Anton von Aldenburg, die Herrschaft Varel-Knyphausen und verschiedene Güter des Landes, so auch die Garmser Domänen,  zur Allodialnutzung. (Allod = mittelalterliches Recht, dem Lehnsträger persönlich gehörender Grund und Boden)

 

Das Spruchband trägt die Inschrift „Dominus providebit" Der Herr wird für mich sorgen.

 

St. Martinskirche in der Ansicht von 1956. Auf dem Foto ist nur der vordere, östliche Teil des Garmser Bodens zu sehen. Fremd ist heutigen Besuchern der Standort der Kanzel, deutlich weiter zur Tür als heute.

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