Die Normannentüren

Nach altem normannischen Brauch hat die Kirche 1143 ihre drei Türen erhalten. Diese Sitte entspringt einem altgermanischen Brauch. In vielen alten Kultstätten findet man dieses ebenfalls. Alle drei Außentüren sind noch vorhanden und haben außerdem ihre Form behalten - rundbogig gewölbt. Im Innern sind in dicken Mauern Nischen zum Einlegen von Sperrbalken angebracht, um ungebetene Besucher abzuhalten.

Süd- oder Südertür der St. Martinskirche Tettens im Winter. Das rundbogig gewölbte Portal ist eingebettet von vielfarbigem, aus Granitquadern 

Die Nordtür war als Eingang für die Frauen, die Südtür - hier auf dem Bild gezeigt - als Eingang für die Männer bestimmt.

Die Süd- oder „Südertür“ ist heute Hauptein- und Ausgangstür für Besucher des Gotteshauses. Das rundbogig gewölbte Portal ist eingebettet von vielfarbigem, aus Granitquadern sorgsam gefügtem Mauerwerk.

 

In dem Quadersteinbogen oben links findet man an der Südtür ein fünfzackiges Mal, 24 cm groß sowie ein 6 cm großes Kreuz eingemeißelt. Es handelt sich hier um ein Pentagramm bzw. „Druden-Fuߓ.  Es ist wohl um 1250 entstanden und galt als magisches Symbol zum Schutz gegen Hexen und Druden.

 

Die Nordtür der St. Martinskirche Tettens führt heute nicht mehr in das Kirchenschiff sondern ist Zugang zum HeizungskellerDie Nordtür ist heute nur noch von außen erhalten und führt in den Heizungskeller.  

Bis nach dem ersten Weltkrieg gab es keine Heizung in der Kirche. Die Frauen aus dem Dorf nahmen im Winter ein „Stövken“ mit.

 

Später konnte die Kirche einen Koksofen kaufen, der im

Mittelgang nahe der Orgel in den Fußboden eingelassen

wurde. Der Bauer Haschenburger aus Friedrich-Augusten-Groden schenkte der Kirche dafür 3.000 Reichsmark. In unmittelbarer Nähe zum Orgelboden strahlte der Ofen sehr stark - die Orgel hat sehr darunter gelitten - aber in einiger Entfernung war für die Kirchenbesucher keine Wärme mehr zu spüren. Der Unterschied zwischen der direkten Anstrahlung beim Heizbetrieb am Sonntag und der feuchten Kälte in der Woche war für das Instrument  zu groß.

 

Heute wird die Kirche durch einen Gasbrenner im Keller beheizt.  Die Kaltluft wird vorne vor dem Altar angesogen, erhitzt, und im Mittelgang durch zwei Wärmeaustrittsöffnungen verteilt. Dadurch ist in der ganzen Kirche eine dauernde Luftzirkulation. Die Heizungsverhältnisse sind jetzt so, dass Schäden an der Orgel vermieden werden können, wenn die Temperatur im Mittelschiff nicht über 16 – 18 Grad steigt.

 

Die Westtür der St. Martinskriche in Tetten trägt noch die alte BrandkassennummerAus der Westtür wird bei Beerdigungen die Leiche hinausgefahren. Dann begibt sich der Leichenzug rechts um die Kirche herum bis zum Grab.

 

An der Tür ist noch die alte Brandkassennummer 6.57 zu erkennen. Heute hat die Kirche keine Hausnummer mehr - im Zeitalter der Navigationsgeräte bringt das ganz neue Schwierigkeiten mit sich, wird doch schnell gefragt: "wie finde ich euch..."

 

 

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26434 Tettens

Tel.: 04463 444

 

Pastorin ab 1. September 2016

Pastorin Anna Bernau

Tel.: 04463 444

anna.bernau(at)kirche-oldenburg.de

 

Kirchenbüro

Freitags 8.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 04463 444

E-Mail: christine.conring(at)kirche-oldenburg.de

 kirchenbuero.tettens-middoge(at)kirche-oldenburg.de

 

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