Aufbau und Struktur der Granitquaderwand

Bei der Sanierung der Kinrchennordwand in der Mitte der neuziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde ein Einblick in die Struktur der Wand möglich.

In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Findlinge an der Nordwand abgetragen und neu mit der Innenwand verklammert. Es hatte sich ein Hohlraum gebildet, wie er hier auf dem Bild zwischen den Findlingen und der Innenwand zu erkennen ist.

 

Deutlich wird hier auch, dass die Findlinge keineswegs würfelförmig oder quaderförmig geschlagen sind, sondern nur auf der Außenseite ein Rechteck zeigen, während die Innenseite dem natürlichen Stein entspricht und als "kartoffelförmig" bezeichnet wird.

 

Die Findlinge waren in geschichtlicher Zeit sehr mühsam zu bearbeiten. Darum wurde in vielen Fällen nur eine scheinbare Rechteckform hergestellt. Die Vorderseite wurde glatt behauen und an den Kanten eine gerade Fläche für den Aufbau geschlagen.

Die Rückseite blieb dagegen so, wie der Stein vorgefunden wurde.Querschnitt durch eine Granitquadermauer mit Bauschuttfüllung und Innenwand aus Backsteinen.

 

 

Solche Wände weisen einen guten Schutz vor Verwitterung auf, weil die Oberfläche der Steine sehr hart ist, dafür ist aber die Standfestigkeit der Wände geringer, da nur eine kleine Fläche für die Tragfähigkeit genutzt werden kann. So wurde mit reichlich Abstand dahinter eine Backsteinmauer errichtet und der Hohlraum mit Bauschutt vom Abschlagen der Findlingsbrocken über zerbrochene Backsteine bis zu Kalkmörtel und Muschelresten verfüllt.

Damit diese Wände nicht vom Gewicht des Bauschutts im Inneren auseinander gedrückt wurden, setzten die Bauhandwerker Maueranker aus Eisen ein: Außen lange, oft gekreuzte oder gebogene Eisenstangen, die sich in einem Ring vereinten. Der Ring war das äußere Ende einer weiteren Stange, die durch die Wand zu einer etwas kleineren Öse im Innenraum führte. Dort hielt eine senkrecht eingestecke und verkeilte Stange die inneren Backsteinschichten mit der äußeren Wand zusammen.


Bei der 700 Jahrfeier für die St. Martinskirche sprach Bischof Stählin davon, dass "die Festigkeit dieser Granitsteine ein Sinnbild sein (soll) für die unangreifbare Festigkeit des Evangeliums, dem dieses Gotteshaus gebaut worden ist."  (Zitiert nach einer Ausgabe des Jeverland-Boten vom 17. Oktober 1950)

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