Fläche mit historischen Grabmalen an der Ostseite der St. Martinskirche in Tettens
Fläche mit historischen Grabmalen an der Ostseite der St. Martinskirche in Tettens
Kreuzesinschrift für Pastor Focken, verstorben 1885
Kreuzesinschrift für Pastor Focken, verstorben 1885
Kellergrab und Kellerabdeckung auf der Südseite der St. Martinskirche Tettens
Kellergrab und Kellerabdeckung auf der Südseite der St. Martinskirche Tettens

Grabgestaltung zeigt viel vom Glauben der Menschen

Eine kleine Anzahl der historischen Grabmale sind auf dem Friedhof in Tettens erhalten geblieben und haben ihren Platz an der Ostseite der Kirche bekommen.

Grabsteine mit umfangreichen Inschriften, eine Stele sind auf dem Bild zu erkennen, eiserne Kreuze, die einst an ein Pastorengrab erinnerten, zeigt eines der folgenden Bilder.


Die Stele hat ursprünglich auf der Südseite des Friedhofs eine Grabstätte geziert, wurde dann aber Jahrhunderte nach dem Ende der Ruherechte in unsere Denkmalsecke versetzt. Ihre Inschrift erzählt vom Leben eines Verstorbenen  Ende des 18. Jahrhunderts.


An eine Deichanlage soll diese Grabsstätte erinnern, zwei "Wälle" schützen das Grab und sollen sicher auch symbolisch für die Bewahrung der darin Ruhenden sein.


Hier ruht der Pastor Folkert Dietrich Focken, geb. 21. März 1831 zu Immerwarfen, gest. 4. Juli 1885 zu Tettens. Dieses Kreuz wurde lange nach Ablauf der Ruhe- und Nutzungsrechte im Pfarrgarten wieder aufgefunden und vom Gemeindekirchenrat neu errichtet zum weiteren Gedenken an den Verstorbenen.


Einige wenige Kellergräber erinnern an die Zeit, als wohlhabende Familien sich noch einen Grabkeller leisten und diesen über Generationen mit ihren Verstorbenen belegen konnten.

So ein Keller benötigt zwar keine Pflege und Bepflanzung, jedoch regelmäßige Bauunterhaltung. Darum wohl ist im Bildvordergrund nur noch die Deckplatte eines früheren Kellergrabes zu erkennen. Der Keller wurde - ebenfalls mit viel Aufwand - ausgegraben und verfüllt.

 

Zum Friedhof in Tettens oder Middoge oder Oldorf zur Beerdigung

oder hinein in die St. Martinskirche, die Middoger Kirche oder St. Marien Oldorf 

Grabkellerabdeckung von Onno Gerdes Arends und Aliet Maria geb. Harms
Grabkellerabdeckung von Onno Gerdes Arends und Aliet Maria geb. Harms

Die Grabkellerabdekcung von Onno und Aliet Arends

Diese Grabkellerabdeckung von Onno Gerdes Arends und Aliet Maria geb. Harms hat ursprünglich einen Keller auf der Südseite des Friedhofs in Tettens abgeschlossen. Als dieser Grabkeller wegen Baufälligkeit aufgegeben werden musste, hat eine Steinmetzfirma aus Jever diese Sandsteintafel an dem südlichen Stützpfeiler des Chorraumes der Kirche in Tettens angebracht.

 

Onno Gerdes Arends verstarb am 9. Oktober 1808,

Aliet Maria geb. Harms verstarb am 25. Juli 1856

Grabstelle des Hausmanns Ehnste Lauts

Grabmal auf der Nordseite der St. Martinskirche Tettens "des Hausmanns Ehnste Lauts" gestorben 1870
Grabmal auf der Nordseite der St. Martinskirche Tettens "des Hausmanns Ehnste Lauts" gestorben 1870
Detailaufnahme der Grabstelle von Ehnste Lauts
Detailaufnahme der Grabstelle von Ehnste Lauts

Auf der Nordseite der St. Martinskirche in Tettens verbirgt der Friedhof eine besondere Grabstelle. Unter dem Grabmal des Hausmanns Ehnste Lauts, geboren am 22. Mai 1789 und im hohen Alter von 81 Jahren verstorben am 26. Sept. 1870

befindet sich ein gemauertes, unterirdisches Kellergrab.

Ein Gewölbe aus Klinkersteinen, dessen genaue Ausmaße nicht mehr bekannt sind. Wir gehen von zwei oder drei Grabstellen aus. Der Keller isst heute im Besitz der Kirchengemeinde Tettens.

Stele der Diederike Elisabeth gestorben 1792
Stele der Diederike Elisabeth gestorben 1792
Nachbildung eines abgesägten Baumes mit einer Ranke
Nachbildung eines abgesägten Baumes mit einer Ranke

Stele der Diederike Elisabeth gest 1792

"Seiner ersten innigst geliebten Gattin Diederike Elisbeth geborne Drost geb d 15 März 1771 gest D 23 May 1792 und seinen früh heimgeführten Kindern zweyter Ehe Hero Diederich geb d 21 Aug 1794 gest d 31 Octobre 1795 Hero Diederich geb d 19 April 1804 gest d 13 Decemb 1805  Carl Friederich geb d 3 Septemb 1800 gest 12 May 1808 Anton geb 22. April 1810 gest 1 Octob 1810 zum Denkmal geweihet von Hillern Heeren Hillerns"

Die Inschrift dieser "abgebrochenen" Stele lässt uns ein Familiendrama am Ende des 18 und Anfang des 19 Jh erahnen. Die erste so geliebte Frau ist gerade 21 Jahre alt geworden, die beiden Kinder kurz hintereinander sind mit 1 1/2 Jahren verstorben. Carl Friedrich wurde immerhin acht Jahre alt, Anton musste nach einem halben Jahr beigesetzt werden.


Andere Grabmale bleiben merkwürdig namenlos wie diese Nachbildung eines abgesägten Baumes mit einer - fast unauffälligen - Ranke, die sich daran hoch windet.

Abbau des Denkmals auf der Südwestseite des Friedhofs Tettens im Februar 2008
Abbau des Denkmals auf der Südwestseite des Friedhofs Tettens im Februar 2008
Was wie ein Steinblock ausgesehen hatte, bestand aus einzelnen Teilen
Was wie ein Steinblock ausgesehen hatte, bestand aus einzelnen Teilen
Zum Aufbau mussten die Kameraden der Feuerwehr zur Hilfe kommen
Zum Aufbau mussten die Kameraden der Feuerwehr zur Hilfe kommen
Einzeln stehendes Element an der Südostecke der St. Martinskirche, ursprünglich Bestandteil vom Grabmal Hillerns
Einzeln stehendes Element an der Südostecke der St. Martinskirche, ursprünglich Bestandteil vom Grabmal Hillerns

An einen neuen Standort versetzt

Der Friedhof um die St. Martinskirche in Tettens wird noch belegt, d.h. bis in die Gegenwart hinein wird hier bestattet. Damit verbunden ist eine sorgfältige Dokumentation und eine planbare Belegung.

Darum hat sich der Gemeindekirchenrat vorgenommen, alle historischen Grabstellen an einem Ort zusammen zu stellen  damit sie erhalten werden - und die Friedhofsflächen für eine Belegung in Reihen und möglichst mit Wegen dazwischen zu gestalten.


Im Februar 2008 ergab sich eine Gelegenheit, eines der alten Denkmale an einen neuen Standort umzustetzen. Der scheinbar massive Steinblock zeigte Risse an den Kanten und erwies sich als innen hohl und mehrteilig. So konnte er demontiert und an anderer Stelle neu aufgesetzt werden.


Ehrenamtliche wurden von den Kameraden der Feuerwehr der Ortsgruppe Tettens beim Wiederaufbau unterstützt.


Dieses Element - heute an der Südostecke der St. Martinskirche -gehörte ursprünglich auf das Hillerns-Grabmal. Auf der Seite der Pütt vor der Kirche sehen Sie das Denkmal an seiner früheren Stelle an den Südwestecke.

 

Zum Friedhof in Middoge oder Oldorf  oder  zur Beerdigung

oder hinein in die St. Martinskirche, die Middoger Kirche oder St. Marien Oldorf 

Historisches Grabmal an der Nordostecke der St. Martinskirche von Here Hillerns aus dem ausgehenden 18. Jh
Historisches Grabmal an der Nordostecke der St. Martinskirche von Here Hillerns aus dem ausgehenden 18. Jh
Inschrift auf dem historischen Grabmal heute an der Nordostecke der St. Martinskirche in Tettens: was der redliche Vater war ...
Inschrift auf dem historischen Grabmal heute an der Nordostecke der St. Martinskirche in Tettens: was der redliche Vater war ...
Grabinschrift auf dem Denkmal Die Tochter des Vaters...
Grabinschrift auf dem Denkmal Die Tochter des Vaters...
obere Hälfte der Grabmalinschrift von Hero Hillerns
obere Hälfte der Grabmalinschrift von Hero Hillerns
untere Hälfte der Grabmalinschrift von Here Hillerns
untere Hälfte der Grabmalinschrift von Here Hillerns

Die Inschriften auf den Grabmalen verwittern mit der Zeit

Hier zeigen wir einzelne Seiten der Grabstelle die "Hero Iben Hillerns, geb. 12. Aug. 1727 zu Altfunixsiel gest. 1. Aug. 1771 und Martha Hillerns, geborene Sieben geb. 23. Nov. 1735 zu Tettens gestorben 8. Decemb 1797 seiner theuersten Halbschwester ??unleserlich?? Martha Hillerns geboren zu Hohenkirchen ?? ?? ?? gestorben zu Tettens den 26. Mai 1772 und seiner geliebtesten Vollschwester Sophia Elisabeth Hillerns geboren zu Tettens d. 2. April 1767 gestorben den 9. April 1769 zum Denk??? geweihet von Hillern Heeren Hillerns" hat aufstellen lassen. 


Was der redliche Vater war und die zärtliche Mutter dem Sohne das bewahrt diese dankbar im heiligen Andenken und lebet mit Ihnen im Geiste immer vereint.


Die Tochter des Vaters ???nst Trost ihm allein und Freude bald der neuen zart sorgenden Mutter ist theuer geachtet dem Sohne den Gespiele ihrer Jugend wie zärtlich ihr geliebet die Schwester die mit ihm entspross einem geliebten Elternpaar um sie schlang die Natur das heiligste Band


die letzte nicht abgebildete Seite trägt die Inschrift: "Was die ewige Liebe durch Liebe verknüpfte auf Erden das einiget sie im Himmel auf Immer durch die seeligsten Bande".

Kontakt

Kirchengemeinde Tettens/Middoge

Schmiedestraße 7

26434 Tettens

Tel.: 04463 444

 

Pastorin ab 1. September 2016

Pastorin Anna Bernau

Tel.: 04463 444

anna.bernau(at)kirche-oldenburg.de

 

Kirchenbüro

Freitags 8.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 04463 444

E-Mail: christine.conring(at)kirche-oldenburg.de

 kirchenbuero.tettens-middoge(at)kirche-oldenburg.de

 

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