Zurück gehende Zahl an Bestattungen bedingt neue Nutzung

Friedhofserweiterungsfläche - Ausschnitt aus dem Plan der siebziger Jahre
Friedhofserweiterungsfläche - Ausschnitt aus dem Plan der siebziger Jahre

In den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts (um 1970) schien es notwendig, für die Kirchengemeinde Tettens neue Bestattungsflächen anzulegen. Mit Hilfe der Gemeinde Wangerland wurde eine Fläche nördlich des vorhandenen Friedhofs aufgefüllt, drainiert und mit Wegeflächen angelegt. Hier sollten Bestattungen möglich werden, wenn der Friedhof keinen Platz mehr für neue Grabstellen bietet.

Mit der Friedhofsreform in diesen Jahren kam es jedoch zu einer großen Zahl von Rückgaben der Grabnutzungsrechte. Hatte doch die Landessynode beschlossen, dass auch für die Grabstellen, die seit Jahrhunderten zu den einzelnen Gehöften gehörten, in Zukunft regelmäßig Grabnutzungsgebühr zu erheben sei.

Hintergrund dieser zunächst wenig beliebten Entscheidung waren die Kosten, die für den Unterhalt eines Friedhofs entstehen,. Die Pflegekosten durften nicht allein denjenigen Grabnutzungsberechtigten angelastet werden, die anlässlich eines Todesfallesd aktuell Grabnutzungsrechte erwerben mussten.

Die Gerichtsentscheidung beruhte auf der Überzeugung, dass alle Nutzungsberechtigten gleichermaßen die Kosten für den Friedhof zu tragen hätten, bzw. diese Kosten auf alle gleichmäßig zu verteilen seien.

So kam es vor allem dort zur Rückgabe von Grabnutzungsrechten, wo ganze Grabreihen für die Höfe vorgehalten worden waren. Erst recht auch aus dem Grund, dass die Zahl an Knechten und Mägden längst zurückgegangen war und auch die Lebenserwartung deutlich gestiegen war.

Niemand mussste mehr eine Vielzahl an Grabstellen bereit halten.

 

Quessantschafe auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche

Quessantschafe mit Bordercollie auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche im Februar 2015
Quessantschafe mit Bordercollie auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche im Februar 2015
Quessantschafe mit Bordercollie auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche im Februar 2015
Quessantschafe mit Bordercollie auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche im Februar 2015
Quessantschafe mit Bordercollie auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche im Februar 2015
Quessantschafe mit Bordercollie auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche im Februar 2015

Eine solche Landfläche verlangt nach Pflege und die Lage hinter dem Friedhof verhinderte mancherlei Nutzung. Viele Versuche aus dem Gemeindekirchenrat hatten nur für kurze Zeit Erfolg. Es waren schon Pferde auf der Weide und Milchschafe, es war eine Grünfläche, die gemäht werden musste und eine Heuwiese, die von einem Landwirt freundlicherweise wenige Male im Jahr bewirtschaftet wurde. Pfladfinder haben einen Bauwagen hier stehen gehabt - aber die Jungen und Mädchen waren zu jung, um die Fläche landwirtschaftlich angemessen zu bewirtschaften.

 

Jetzt ist es gelungen, einen Liebhaber alter Schafrassen zu gewinnen und ihm diese Fläche als Weide für die Tiere und als Trainingsgelände für den Hütehund anzubieten. Der Bordercollie braucht Bewegung und kann als junges Tier mit einer kleinen Zahl Schafe angelernt werden. Die Schafe gehören einer besonderen Rasse an: es sind Ouessantschafe, die meist in kleinen Gruppen als Hobbytiere gehalten werden. Sie sind inzwischen über große Teile Europas verbreitet. Die genügsamen Schafe gibt es in unterschiedlichen Farbe. Sie sind auch unter dem Namen "Bretonische Zwergschafe" als die kleinste europäische Schafrasse bekannt.

Über deren Entstehung gibt es keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen, sondern lediglich Vermutungen. Die Insellage auf der Île d’Ouessant, einer 15,6 Quadratkilometer großen, baumlosen, französischen Atlantik-Insel und die dort karge Vegetation können zur Verzwergung dieser Schafrasse beigetragen haben, jedoch hatte vermutlich auch die Nutzung und die damit verbundene Zuchtwahl durch den Menschen einen bedeutenden Einfluss.

 

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Tel.: 04463 444

anna.bernau(at)kirche-oldenburg.de

 

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