Im Januar 2007 treffen sich die "Verantwortlichen" vor der festlich geschmückten Pütt, dem alten Brunnenhaus im Garten des Hauses Hauptstraße 34.
Im Januar 2007 treffen sich die "Verantwortlichen" vor der festlich geschmückten Pütt, dem alten Brunnenhaus im Garten des Hauses Hauptstraße 34.
Wechsel der Amtsutensilien um Mitternacht beim150 jährigen Jubiäum der Tettenser Pütt im Januar 2007
Wechsel der Amtsutensilien um Mitternacht beim150 jährigen Jubiäum der Tettenser Pütt im Januar 2007

Trinkwasser war und ist für die Bewohnbarkeit einer Region unerlässlich - hier auf dem Kleiboden, früher noch in einem Bereich, der gelegentlich von Salzwasser überflutet wurde, was das extrem wichtig.

Zugang zu Trinkwasser boten tiefe Brunnen, die sogenannten Püttten, an ausgewählten Stellen. Sie bedurften der Pflege und Aufmerksamkeit, damit das Wasser nicht verunreinigt wurde. Dazu gab es die jeweilige Püttacht.

 

Für die alte Pütt in Tettens ist die Nachbarschaft zuständig. Ursprünglich genau südlich der St. Martinskirche gelegen, mußte die Pütt mit den Bau der modernen Straße geschlossen werden. Um aber die Tradition zu bewahren, wurde das Brunnenhaus einige Zehn Meter nach Osten versetzt. Dort trifft sich auch noch in gegenwärtigen Zeiten die Püttacht zum Püttbierfest am ersten Montag nach Heilige Drei Könige.

Eine neue Tradition an der Pütt von 1857

Der noch amtierende Püttmeister Kock mit dem Zylinder 2007 vor dem Amtswechsel um Mitternacht
Der noch amtierende Püttmeister Kock mit dem Zylinder 2007 vor dem Amtswechsel um Mitternacht
gemütliche Runde im Deutschen Haus im Januar 2007 zur Teetafel am Püttbierabend

Erstmals in der Geschichte der alten Pütt in Tettens wurde 2013 eine Frau als Püttmeisterin gewählt. Nach 156 Jahren hob die Pütt-Acht mit Sigrid Manning eine Frau in das bislang nur von Männern besetzte Amt des Püttmeister. Die Vertretung ist ebenfalls weiblich, die Aufgabe übernahm Manuela Cruciani.  So hat es das "Jeversche Wochenblatt" in der Ausgabe vom 7. 1. 2013 geschrieben. Im Jahr zuvor war Günther Heidemann amtierender Püttmeister, vertreten durch Karl Reiners.

Gegenwärtig wird vorher ganz offen über die Nachfolgeregelung der Püttmeister gesprochen - es soll niemand zu hause bleiben, weil er Sorge haben muss, gegen seinen Willen und seine Möglichkeiten zum Püttmeister gewählt zu werden.

Auch in den Nachbarorten trafen sich an diesem Abend Püttachten zur "Wasserprobe" und zur Wahl bzw. Neuwahl von Püttmeister und Stellvertreter.

 

Eine "kurze Anleitung zum Püttfest" hat einer der Püttmeister wie folgt aufgeschrieben:

Gäste anrufen und einladen, vor der Feier den Brunnen schmücken, mit dem Wirt der benachbarten Gaststätte die Versorgung mit Tee und Kuchen zu Beinn der Veranstaltung um 20 Uhr absprechen.  

Für die geistigen Getränke sind dann zunächst die scheidenden und später die neuen Püttmeister  und Vertreter zuständig. Jeder gibt eine Flasche Korn aus. Um Mitternacht geht es zum Brunnen zur Amtsübergabe und "Wasser"probe und alle Gäste singen gemeinsam: "Am Brunnen vor dem Tore".

 

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Tel.: 04463 444

anna.bernau(at)kirche-oldenburg.de

 

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Freitags 8.00 - 12.00 Uhr

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E-Mail: christine.conring(at)kirche-oldenburg.de

 kirchenbuero.tettens-middoge(at)kirche-oldenburg.de

 

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