Hofstellen im Schutz des Deiches
Das Sieltor mit dem Stein zum 175 jährigen Bestehen
Das Sieltor mit dem Stein zum 175 jährigen Bestehen
Tafel zum Gedenken an die Errichtung des Deiches
Tafel zum Gedenken an die Errichtung des Deiches
Erinnerung an Dr. H.C. Heinrich Schütte
Erinnerung an Dr. H.C. Heinrich Schütte

Am 15. Dezember 1803 wurde ein "Bedeichungskontrakt von Otto Daniels Seetzen abgeschlossen", (Jeversches Wochenblatt 29.3.2008)  der die Eindeichung betrieb.

Johann Tjarks berichtet: "Wenn die Herrschaft Geld benötigte, versuchte man, Land einzudeichen. Meistens wurde das eingedeichte Gelände gepflügt. Im ersten Jahr wurde Wintergerste und im zweiten Jahr Winterraps gesät und beides für die Staatskasse verkauft.

Dann (erst) wurde das Areal auf Erbpacht verkauft oder verpachtet."

 

Beabsichtigt war, den Kielgroden in Friedrichsschleuse mit der Sietwendung in Neu Friederikengroden zu verbinden. Hier sollte der Deich gezogen werden. Seetzen beschaffte sich das notwendige Geld in Holland.

 

Der Neu Augustengroden, westlich vom Neu Friederikengroden und nördlich des Friedrich-Augusten-Grodens bis zur ostfriesischen Grenze wurde vor den Fluten durch den Seedeich von 1806 und den Deich von 1808 bis 1810 geschützt. Der Groden wurde in zwei Abschnitten eingedeicht. Der Deich in der westlichen Hälfte wurde 1806 und der Deich im östlichen Abschnitt von 1808 bis 1810 gezogen.

 

Während der Bauzeit des Deiches von 1806 wurde am 24. Juni und am 1. Juli der Kajedeich durchbrochen und damit die Arbeiten am Hauptdeich beträchtlich erschwert. Die Gesamtkosten für den Kajedeich betrugen 7700 Taler.

Die Arbeiten im westlichen Bauabschnitt, am Hauptdeich von 1806, verliefen ohne große Schwierigkeiten, so dass der Deich fristgerecht abgenommen werden konnte.

Beim Bau des Deiches im östlichen Abschnitt (1808 - 1810) gab es große Schwierigkeiten, weil er nicht wie vertraglich vorgeschrieben gebaut wurde.


Mit der Zahlung der sogenannten Erbpacht durch die Pächter an den Landesherren hatte es eine besondere Bewandnis. Als 1810 unter Napoleon das Jeverland mit dem französichen Reich vereint wurde, verpfändete Napoleon die Erbpachtzahlungsverpflichtungen an holländische Geldgeber.

Die Mehrzal der Grodenpächter weigerte sich nach dem Untergang der Herrschaft Napoleons, an die Holländer die Erbpacht zu bezahlen.

 

Erst 1842 konnte mit den Holländern ein Vergleich abgeschlossen werden. 

Die rückständige Erbpacht wurde den Grodenpächtern zum großen Teil erlassen.

 

Eingedeicht wurden im Neu Augstengroden insgesamt 270 Hektar.

 


In den Jahren 1920 bis 1923 wurden in Neu Augstengroden 18 Siedlungshäuser gebaut. Das notwendige Material wurde zum Teil mit der Bahn bis nach Neugarmssiel gebracht und dann mit dem Fuhrwerk weiter befördert.

In den folgenden Jahrzehnten glaubten sich die Bewohner des Neu Augstengrodens sicher hinter den Deichen. Doch dann kam der 16. Februar 1962. Eine gewaltige Sturmflut schreckte die Bewohner des Grodens auf. Die Deichtore waren geschlossen, und ein gewaltiger Sturm drückte die Wassermassen bis an den zweiten Deich heran. Nur durch den Einsatz des Katastrophenschutzes und Unmengen von Sandsäcken konnte alles abgesichert werden.

Glücklicherweise senkte sich um Mitternacht der Wasserstand.

 

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