Sage zur Entstehung des Sakramentshauses

Die lateinische Inschrift auf dem Sakramentshaus lautet: Anno Domini MCCCCCXXIII obiit venerabilis dominus alvericus pastor huius ecclesie in pio leto Crispini et Crispiniani cuis anima requiescat in pace. Amen

lateinische Inschrift auf der Nordseite des Sakramentshauses in der St. Martinskirche in Tettens

„Im Jahre des Herrn 1523 verschied Ehrwürden Herr Alverich, Hirte  dieser Gemeinde , am Gedenktag von Chrispin und Chrispian. Seine Seele ruhe in Frieden.“.

 

Dieser Todesfall steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Entstehen dieses Monuments. An der Südseite werden der Stifter und die Jahreszahl genannt: „Ome Hoeftlinck zu Mitdoch MCCCCCXXV/1525“. Man sieht ein Wappen mit Helmzier und doppelköpfigem Adler  

 Middoger Wappen des Ome to Middoch auf der Südseite des Sakramentshauses in der St. Martinskirche Tettens

Fama berichtet: Junker Ome von Mitdoch befleißigte sich wiederholt, dem Adebar ins Handwerk zu pfuschen. Der Pfarrer von Tettens redete dem Leichtfuß ins Gewissen, aber der wies den Seelsorger schroff ab. Dieser beschloss daraufhin, den räudigen Bock seiner Herde vor versammelter Gemeinde zu ermahnen.

 

Junker Ome aber fand, wie üblich, erst recht spät aus dem Bett seiner Geliebten. Pastor Alverich hatte im Gottesdienst lange auf Ome gewartet, dann aber doch mit der Predigt begonnen. Als Ome endlich in der Kirche erschien, geriet er in Wut darüber, dass der Pastor sein Kommen nicht abgewartet hatte. Er spannte seine Armbrust und schoss den Pastor auf der Kanzel tot. Zur Buße soll Ome das Sakramentshaus gestiftet haben.

 

Diese Geschichte wurde immer wieder erzählt und auch geglaubt. Erzählungen oder Sagen mit einem ähnlichen Hintergrund findet man noch häufiger an dieser Küste.  

Wenn man dann aber weiß, dass Ome von Mitdoch 1534 fast hundertjährig gestorben ist, kann man sich kaum vorstellen, dass er als ca. 90-jähriger so eine Tat vollbracht hat.

Im Nachlass Frl. Maria von Jever befindet sich das Testament des Pastor Alverich, der bescheiden gelebt und sich etwas gespart hatte. Der Pastor vermachte der Kirche sein Vermögen zu deren Ausschmückung.

Maria von Jever hatten ihren Vertrauten, Boing von Oldersum, mit der Testamentsvollstreckung beauftragt. Mit dessen Unterschrift liegt dem Testament ein Schreiben bei, welches besagt, dass Ome die Ausschmückung der Kirche nach seinen Wünschen durchführen lassen kann, wenn er das fehlende Geld zulegt.

In einem Anhang wird noch darauf hingewiesen, dass Omes Geld auch nicht ganz gereicht  und Frl. Maria noch etwas zugelegt hat. War Tettens doch eines der reichsten Kirchspiele zu Marias Zeiten und ihr immer besonders eng verbunden. Möglich ist auch, dass Ome von Mitdoch mit Alverich verwandt war über seine Frau.

 

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